{"id":268013,"date":"2015-11-12T00:20:50","date_gmt":"2015-11-12T05:20:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.noom.com\/unkategorisiert\/diabetes-informationsblatt\/"},"modified":"2023-04-25T13:47:24","modified_gmt":"2023-04-25T17:47:24","slug":"diabetes-informationsblatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.noom.com\/de\/blog\/diabetes-informationsblatt\/","title":{"rendered":"Diabetes Informationsblatt: Arten, Ursachen, Risikofaktoren, Tipps"},"content":{"rendered":"<p><strong>Was ist Diabetes?<\/strong><br \/>\nDiabetes ist ein Krankheit, bei der zu viel Glukose (auch allgemein Zucker genannt) im Blut ist, und nicht an den richtigen Bestimmungsort im K\u00f6rper kommt. <\/p>\n<p>Wenn jemand Zucker oder St\u00e4rke zu sich nimmt, zerlegt der K\u00f6rper diese Kohlenhydrate in Glukose. Betonung auch auf St\u00e4rke, den es geht nicht nur um den klassischen Zucker z.B. aus S\u00fc\u00dfigkeiten. Glukose ist der Haupt Kraftstoff f\u00fcr die K\u00f6rperzellen, z.B. Muskel- und Fettzellen. Der K\u00f6rper nutzt ein Hormon namens Insulin, um die Glukose vom Blut zu den Zellen zu transportieren. Bei Diabetes produziert die Bauchspeicheldr\u00fcse entweder zu wenig Insulin, oder das Insulin kann die Glukose nicht in die Zellen transportieren. Dadurch verbleibt die Glukose im Blut, der Blutzucker steigt und die Zellen werden mit Glukose unterversorgt.<br \/>\nWenn der Blutzucker steigt, anstatt dass die Glukose die Zellen versorgt, hat die Person Diabetes. Diese Krankheit kann dann dazu f\u00fchren, dass auch andere K\u00f6rperregionen, z.B. das Herz, die Augen, Nieren und Nerven Folgesch\u00e4den durch die \u201cfalsche\u201d Blutkonsistenz und Verdickung erleiden.<br \/>\nVerbreitung von Diabetes<br \/>\nMehr als 6 Millionen Menschen in Deutschland haben Diabetes. Es gibt Diabetes Typ 1 und 2 und einige Sonderformen. Die meisten,  Menschen, 90%, haben Typ 2. In den letzten 17 Jahren ist die Anzahl der Erkrankten in Deutschland um 38% angestiegen. Diabetes ist damit eine der gr\u00f6\u00dften Volkskrankheiten.<\/p>\n<p>Diabetes wird oft erst acht bis zehn Jahre nach Ausbruch der Krankheit erkannt. 20% der Erkrankten wissen nichts von ihrem Diabetes. Das liegt unter anderem daran, dass die Symptome recht &#8220;allgemein&#8221; sind, z.B. M\u00fcdigkeit, Schlappheit und h\u00e4ufige Infektionen, sp\u00e4ter auch starkes Durstgef\u00fchl und h\u00e4ufiger Harndrang. <\/p>\n<p><strong>Arten von Diabetes<\/strong><br \/>\nEs gibt drei Haupt-Arten von Diabetes: Typ 1, 2 und Schwangerschaftsdiabetes.<br \/>\n\u2022\tTyp 1 Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit, die zum ersten Mal vor allem im Kindes- und Jugendalter auftritt. Das Immunsystem greift die eigenen Beta-Zellen in der Bauchspeicheldr\u00fcse an, wodurch diese kein oder sehr wenig Insulin herstellen kann. Das f\u00fchrt dazu, dass wiederum die Glukose nicht in die Zellen transportiert wird. Menschen mit Typ 1 Diabetes m\u00fcssen daher, nach aktuellem Stand der Medizin, ihr Leben lang t\u00e4glich vor dem Essen die n\u00f6tige Menge Insulin durch eine Spritze zuf\u00fchren. Etwa 5% der Diabetes Patienten haben Typ 1, d.h. 300.000 Menschen in Deutschland, davon 30.000 Kinder.<br \/>\n\u2022\tTyp 2 Diabetes hingegen entsteht dadurch, dass die Zellen die Glukose nicht richtig aufnehmen k\u00f6nnen. Dadurch produziert die Bauchspeicheldr\u00fcse zun\u00e4chst immer mehr Insulin um mehr Glukose zu den Zellen zu transportieren. Nach ca. Jahren erm\u00fcdet sie und stellt wie bei Typ 1 kein Insulin mehr her. Sehr h\u00e4ufig k\u00f6nnen Menschen mit Diabetes Typ 2 mit einer Ern\u00e4hrungsumstellung &#038; Bewegung allein, oder aber in einer Kombination mit Tabletten, behandelt werden. Bei fortschreitender Krankheitsdauer und dem ver\u00e4nderten Stoffwechsel muss Diabetes Typ 2 dann ebenfalls mit Insulin-Injektionen behandelt werden. Betroffene 90% der diagnostizierten Patienten haben Typ 2 Diabetes.<br \/>\n\u2022\tSchwangerschaftsdiabetes entwickelt sich w\u00e4hrend der Schwangerschaft: in der Zeit ben\u00f6tigen die Zellen der Frau mehr Energie, und daher auch mehr Insulin, um die Glukose dort hin zu bef\u00f6rdern. Bei einigen schwangeren Frauen kann die Bauchspeicheldr\u00fcse das zus\u00e4tzliche Insulin nicht produzieren. Bei anderen entwickeln die Zellen eine Insulinresistenz, und die Glukose kann trotz vorhandenem Insulin nicht aufgenommen werden. <\/p>\n<p><strong>Risikofaktoren<\/strong><br \/>\nTyp 1 Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, sie trifft Menschen so schicksalshaft wie Rheuma. Es werden momentan eine Reihe von Interventionen zur Pr\u00e4vention beforscht. Es gibt aber keine aktuellen Empfehlungen f\u00fcr erwachsene Menschen zur Vorbeugung. Dies gilt auch f\u00fcr seltene andere Diabeteserkrankungen (MODY Diabetes), die genetische Ursachen haben.<\/p>\n<p>Diabetes Typ 2 hat \u00fcberwiegend eine genetische Ursache. Bei einem betroffenen Elternteil betr\u00e4gt das Risiko f\u00fcr die Nachkommen \u00fcber 60%, ebenfalls einen Diabetes zu bekommen. Sind beide Elternteile betroffen, w\u00e4chst das Risiko auf \u00fcber 90%. Das hei\u00dft, dass niemand Schuld sein kann, wir k\u00f6nnen uns unsere Eltern nicht aussuchen. Typ 2 Diabetes kann aber, wenn es rechtzeitig erkannt wird, durch einen gesunden Lebensstil weitgehend verhindert warden. Auf Grund der famili\u00e4ren Verkn\u00fcpfung, sollte die &#8220;Selbstbehandlung&#8221; durch einen gesunden Lebensstil (Bewegung, Ern\u00e4hrung) die ganze Familie betreffen. Die Kinder der Betroffenen haben ja ebenfalls ein Risiko und eine Pr\u00e4vention ist am effektivsten, wenn sie so fr\u00fch wie m\u00f6glich begonnen wird.<br \/>\nNeben der genetischen Disposition sind folgende Verhaltensweisen besonders kritisch f\u00fcr Typ 2:<br \/>\n\u2022\tZu viele fettige oder zu viele zuckerhaltige Lebensmittel, z.B. frittierte, gebackene, verarbeitete Lebensmittel, S\u00fc\u00dfigkeiten<br \/>\n\u2022\tZu wenig Bewegung<br \/>\n\u2022\tBluthochdruck<br \/>\n\u2022\tGeringes HDL Cholesterin<\/p>\n<p>Menschen mit erh\u00f6htem Blutzuckerspiegel, der aber noch nicht die Definition von Diabetes erf\u00fcllt, werden Pr\u00e4diabetiker genannt. Insbesondere Pr\u00e4diabetes l\u00e4sst sich durch eine gesunde Ern\u00e4hrung und Bewegung r\u00fcckg\u00e4ngig machen.<\/p>\n<p><strong>Was tun bei Pr\u00e4diabetes oder Diabetes Typ 2?<\/strong><br \/>\nDiabetes Typ 2 ist eine ernstzunehmende Krankheit, die jedoch vermindert oder ganz abgewendet werden kann. Wenn man zwei Dinge \u00e4ndert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, es zu vermeiden:<br \/>\n     \u2022 Durch gesunde Ern\u00e4hrung Gewicht reduzieren.<br \/>\n     \u2022 Mehr Bewegung.<br \/>\nEine Ern\u00e4hrungsumstellung kann komplex und \u00fcberfordernd sein. Daher haben wir f\u00fcr den Start im Folgenden einige einfache Tipps zusammengestellt:<\/p>\n<p><strong>1. Mehr Obst und Gem\u00fcse essen<\/strong><br \/>\nJeder wei\u00df, dass er eigentlich mehr Obst und Gem\u00fcse essen sollte, aber die Umsetzung ist das Schwierige. Obst und Gem\u00fcse sind voller wichtiger Vitamine und Mineralien. Jeder hat seine eigenen Pr\u00e4ferenzen bzgl. welche man mag, und wie man sie zubereitet. Hier etwas Inspiration:<br \/>\n\u2022\tBeeren zum Fr\u00fchst\u00fcck, z.B. zum M\u00fcsli dazu<br \/>\n\u2022\tKarotten, Sellerie, Brokkoli und Gurken in Hummus dippen<br \/>\n\u2022\tSpinat, Pilze, Zuccini oder K\u00fcrbis in Oliven\u00f6l und Knoblauch and\u00fcnsten.<\/p>\n<p><strong>2. Auf Vollkorn umstellen<\/strong><br \/>\nDie meisten Kohlenhydrat-reichen Lebensmittel, z.B. Brot, Nudeln, Reis gibt es in verschiedenen Arten, z.B. aus Wei\u00dfmehl oder Vollkorn. Die jeweilige Vollkorn-Variante ist die nahrhaftere und macht l\u00e4nger satt, zudem enth\u00e4lt die Schale wichtige Vitamine und Mineralien. Wenn m\u00f6glich: zu Vollkorn greifen.<\/p>\n<p><strong>3. Fettarme Eiwei\u00dfquellen w\u00e4hlen<\/strong><br \/>\nEiwei\u00df ist sehr wichtig, ist aber h\u00e4ufig in fettigen Lebensmitteln enthalten. Bessere Alternativen sind z.B. fettarme Fleischsorten wie H\u00fchnchen, Fisch, Pute sowie Eier und Bohnen. Rezeptideen sind<br \/>\n     \u2022 Gebratenes H\u00fchnchen oder Fisch mit Gem\u00fcsebeilage<br \/>\n     \u2022 Tortilla (Vollkorn) mit Schwarzen Bohnen und Gem\u00fcse<br \/>\n     \u2022 Zum Fr\u00fchst\u00fcck ein Omelett mit Vollkornbrot.<\/p>\n<p><strong>4. Fettreiche Eiwei\u00dfquellen reduzieren<\/strong><br \/>\nWer auf Milch und K\u00e4se nicht verzichten m\u00f6chte, sollte deren Verzehr jedoch kontrollieren und auf 2x am Tag begrenzen. <\/p>\n<p><strong>5. Fettige und Zuckerhaltige Lebensmittel vermeiden<\/strong><br \/>\nEs ist ganz normal, sich ab und zu etwas zu g\u00f6nnen. Bei Noom ist es uns besonders wichtig, dass man auf nichts v\u00f6llig verzichten muss. Allerdings sollten solche Leckereien in Ma\u00dfen gegessen werden. Fritierte, gebackene und und allgemein verarbeitete Lebensmittel sowie Desserts enthalten h\u00e4ufig viel (verstecktes) Fett und Zucker, und sind damit gerade bei Diabetes gesundheitssch\u00e4dlich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.noom.com\/uploads\/2022\/07\/week1_day5_article_diabetes.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.noom.com\/uploads\/2022\/07\/week1_day5_article_diabetes.png\" alt=\"Diabetes Blutzucker Messen\" width=\"1200\" height=\"700\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1606\" data-wp-pid=\"1606\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist Diabetes? Diabetes ist ein Krankheit, bei der zu viel Glukose (auch allgemein Zucker genannt) im Blut ist, und nicht an den richtigen Bestimmungsort im K\u00f6rper kommt. Wenn jemand Zucker oder St\u00e4rke zu sich nimmt, zerlegt der K\u00f6rper diese Kohlenhydrate in Glukose. 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